„Marry“ Happy Christmas
Na so wünschen wir uns Weihnachtspost. VMAN schickte mir heute Morgen den 16jährigen, dänischen Ballettstar Oscar Nilsson ins Postfach. Ist der nicht süß und zum Heiraten. Wenn man das überhaupt sagen darf, ohne dafür verhaftet zu werden. Die reizende Weihnachts-Video-Botschaft hat sich kein geringerer als Hedi Slimane ausgedacht.
Ode an die ZEIT
Will ich doch mal loswerden: Der Onlineauftritt der ZEIT seit dem Relaunch vor ein paar Wochen ist nach meinem persönlichen Geschmack derzeit am gelungsten im gesamten deutschen Online-Blätter-Wald. Das bezieht sich sowohl auf das Layout/Optik wie auch vor allem auf die übersichtliche und kluge Navigation. In punkto journalistischer Kompetenz sowieso ganz weit vorn. Herzlichen Glückwunsch!
Einer, der nicht jubelt.
Hier mal ein Blog-Tipp aus aktuellem Anlass (Leichtathletik-WM): JensWeinreich.de. Jens Weinreich ist freier Sportjournalist und einer, der aneckt (u. a. lag er monatelang im Klinsch mit dem Deutschen Fussball-Bund DFB). Für seine kritisch-ironische Berichterstattung vor allem über das Verhältnis von Spitzensport und Doping erhielt er in diesem Jahr den Grimme Online-Award. Den schnellsten Mann der Welt, Usain Bolt, nennt Weinreich beispielsweise schlichtweg „Witzbolt“. Warum? Selber lesen!
Coco Perez
Promi-Lästermaul Perez Hilton wird sich neuerdings auch gehörig über die Mode-Welt auslasse: Auf seinem neuen Blog (und jetzt haltet euch fest!!!) „Coco Perez“. Da sind wir doch gespannt auf Hiltons gewohnt derbe, umverblümte Kritik.

Männer an den Herd!
Von wegen Medienkrise! Denn mittendrin startet der Gruner+Jahr-Verlag ab Herbst ein ziemlich mutiges Magazinkonzept: Beef! soll „Männer auf den Geschmack bringen“ – und an den Herd. Die ersten pdfs sehen absolut stylish aus und die Themenauswahl („Das muss jeder Mann ohne Rezept kochen können“, „Tatort Küche“) klingt gelungen. Die erste Ausgabe gibt’s ab 15. Oktober am Kiosk, vier Ausgaben pro Jahr sind geplant. Skepsis ist angebracht beim Copy-Preis von 9,80!! Euro. Bekanntlich sind Männer simpel gestrickt und werden wohl nur zugreifen, wenn neben Rouladen & Co. die Fleischeslust in Form von babyölglänzenden Titten im Mittelteil gestillt wird.

taz mit neuer Chefin
Nach 21 Jahren – davon elf als Chefredakteurin – verlässt Bascha Mika die taz. Einen kleinen „Nachruf“ auf die „Chefin“ und wer die Neue wird, lest ihr auf Spiegel-Online.
© taz.de
Die Leinwand als Laufsteg
Es hat ja mittlerweile keinen Seltenheitswert mehr, die neue Kollektion in einem Video zu zeigen statt mit Models auf dem Laufsteg. Zuletzt tat das Alexander McQueen bei den Mailänder Männerschauen. Allerdings zeigt das gut zwei Minuten lange, ästhetisch gut gemachte Video keine Kleidung (abgesehen vom schneeweißen Herrenschlüpfer, den der gut gebaute Darsteller trägt). Wo bleibt darin die mcqueensche Magie?
Wesentlich besser gelang das Stefano Pilati mit seinem Modefilmchen für die YSL-Sommerkollektion 2009. In sieben Kurzfilmen zeigte der englische Schauspieler Jack Huston auch schon mal auf dem Kopf stehende fantastisch geschnittene Anzüge, ultraleichte Sportblousons und goldfarbene Strickjacken. Beim gucken unbedingt den Ton einschalten, um die fantastische Musik zu hören.
Ullas Mob
Ursula März knöpft sich in der Wochenzeitung “Die Zeit” vom 4. Juni unsere deutschen Polit-Damen vor. Oder besser gesagt: sie knöpft sie auf und fordert von Ulla Schmidt, Angela Merkel & Co. mal ein bisschen mehr weibliche Mode-Waffen.
Beim Lesen über Ulla Schmidts “Linoleumboden weiblicher Haarkultur” und “Gesine Schwans Afrolook” fällt mir doch Margaret Thatcher ein, die vormachte, wie man sich auch mit Henkel-Täschchen, Pumps und Lady-Frisur den Beinamen “Iron Lady” ans Seidenkleid heften kann.


Lesetipp!
Unter dem Titel „Freiheit oder Freiwild“ druckt die SZ-Freitagsausgabe einen wunderbaren Essay über die Problematik der Pressefreiheit boulevardesker Berichterstattung, die Rolle von Medienanwälten und den Einfluss der Promis auf das, was oder was nicht über sie geschrieben werden darf.



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